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Glossar

 

abakuá: Afrokubanische religiöse Geheimgesellschaft, v.a. in den Provinzen Havanna und Matanzas. Auch als à ñañigo bezeichnet.

apkuón (akpwón): Solo-Sänger in à santería-Zeremonien, auch gallo (span. “Hahn”) genannt.

arará: Bezeichnung für Afrokubaner und kulturelle Praktiken von westafrikanischer Dahomey-Herkunft.

atcheré (acheré): Kleine Handrassel aus einer ausgehöhlten, mit Reis- oder Samenkörnern gefüllten Kalebasse mit einem Griff. Ähnlich den à maracas, im Gegensatz zu diesen jedoch in der Regel einzeln, nicht paarweise gespielt.

babalao (babalawo): Priester der à santería.

babalocha: Männlicher Initiierter derà santería (àorisha-Priester).

Babalú Ayé: à orisha der à santería. Gott der Krankheiten. Entspricht dem Heiligen Sankt Lazarus.

banda: Ensemble-Format, zumeist die Bezeichnung für Militärkapellen.

bandurria: Kleines, mandolinenähnliches Saiteninstrument, mit drei bis sechs Doppelsaiten und birnenförmigem Korpus. Heute weitgehend ungebräuchlich.

baqueteo: Sammelbezeichnung für die vier verschiedenen traditionellen Spielweisen der à pailas bzw. à timbales.

batanga: Genre der Tanzmusik. Anfang der fünfziger Jahre von Bebo Valdés kreierter Rhythmus, der jedoch an Berühmtheit nicht mit dem zur gleichen Zeit aufkommenden à mambo konkurrieren konnte.

batá-Trommeln: Die typischen Trommeln der à santería. Zweifellige, sanduhrförmige Trommeln, meist mit kleinen Glocken verziert, in der Regel im Ensemble in drei verschiedenen Größen (klein: okónkolo, mittel: itótele, groß: iyá)gespielt.

bataye: Industrielle Kernstücke der Zuckerrohrplantagen, mit den Zuckermühlen und den Wohnhäusern der Sklaven.

beguine: Populäre Tanz- und Musikform aus der französischsprachigen Karibik (v.a. aus Guadeloupe und Martinique). War nach dem Zweiten Weltkrieg kurze Zeit in den USA sehr erfolgreich.

bembé: a) Bezeichnung für eine religiöse Zeremonie. Auch tambor genannt. b) Bezeichnung für die fassförmigen Trommeln, die bei diesen Zeremonien gespielt werden. c) Standardleitmuster in 12/8-Takt, das zu diesen Trommeln gespielt wird.

biankomeko: Bezeichnung für das Trommelensemble der à abakuá-Gesellschaften.

bocú (bokú) : Einfellige, konische Trommel aus Holz. V.a. im Osten Kubas gebräuchlich.

bolero: Langsames, sentimentales Genre der kubanischen Populärmusik. Auch in verschiedenen Mischformen wie criolla-bolero, Blues-bolero, mambo-bolero, bolero-son oder bolero-chá zu finden.

bomba: Gattung der schwarzen Bevölkerung Puerto Ricos, ähnlich der kubanischen à rumba zumeist von reinen Perkussions- und Gesangsensembles gespielt. Gehört auch zum Repertoire vieler vor allem puertoricanischer à salsa-Gruppen.

bongó/Bongo: Paarweise gespielte, je einfellige, unten offene kleine Holztrommel unterschiedlicher Größe. Die beiden einzelnen Trommeln sind durch ein Holzstück fest miteinander verbunden. In der Regel klemmt sich der à bongosero die Instrumente zwischen die Knie, um sie zu spielen.

bongosero: à bongó-Spieler.

botijuela: Von “botija”, wörtl. “Krug”; dickbäuchiger Tonkrug mit schmalem Hals und einer Öffnung an der Seite, durch die der Spieler Luft ins Innere bläst und so einen Ton erzeugt. Durch Öffnen und Schließen der Halsöffnung ist eine Tonveränderung möglich. Früher als Bassinstrument in ländlichen à son-Gruppen gespielt, heute ungebräuchlich.

bula: Bezeichnung für die beiden einfelligen, fassförmigen Trommeln der à tumba francesa-Gesellschaften, die Begleitfiguren zu den Improvisationen der à premier spielen.

bulería: Genre des spanischen Flamenco.

cabildo (de nación): Gemeinschaften von schwarzen Kubanern gleicher ethnischer Herkunft zur Nachbarschaftshilfe, unter Aufsicht katholischer Missionare gegründet. Später Bezeichnung für Tempelhäuser der à santería.

cadencia andaluza: Wörtl. “andalusische Kadenz”. In ganz Spanien gebräuchliche, in der Regel auf der Gitarre gespielte Akkordfolge: z.B. A-Moll, G-Dur, F-Dur, E-Dur.

cajero: Spieler des à cajón.

cajón:Wörtl. “Kiste”. Holzkiste, die als Trommelersatz zur Begleitung von à rum­bas gespielt wird.

calabazo: à güiro.

calenda: Tanz in der dominikanischen Republik und in Haiti. Gilt als einer der Vorgänger der à rumba.

campana: Wörtl. “Glocke”. Kleine Eisenglocke, die mit einem Holzschlegel geschlagen wird.

canción: Wörtl. “Lied”. V.a. auskomponierte, sentimentale, langsame Lieder, zu denen nicht getanzt wird.

canción criolla: Siehe à criolla.

canto: Wörtl. “Gesang”. Bezeichnung für den strophischen ersten Gesangsteil einer à rumba oder eines à son.

caolín: Bogenförmiges Instrument mit nur einer Seite, das zum Spielen in den Boden gesteckt wird. Auch unter der Bezeichnung tumbandera bekannt. Einfaches Bass­instrument in frühen, ländlichen à son-Ensembles. Wird heute noch in den à gaga-Zeremonien gespielt.

capetillo: Kehrreim.

carabalí (carabelí): Bezeichnung für Afrokubaner und deren kulturelle Praktiken mit westafrikanischer Herkunft. Der Name ist abgeleitet von der Hafenstadt Calabar im heutigen Nigeria.

caringa: Musik- und Tanzform der weißen kubanischen Landbevölkerung, v.a. im Westen der Insel. Zumeist von Gruppen gespielt, die auch à zapateos spielten. Heute kaum noch gebräuchlich.

cáscara: Rhytmuspattern, dass auf der Seite einer à paila gespielt wird.

casino: Weltliche Tanzform, die in den späten vierziger und frühen fünfziger Jahren in den Casinos von Havanna entstand. Heute in Kuba meist Bezeichnung für den à salsa-Tanz.

catá: Hölzernes Idiophon aus einem dünnen, ausgehöhlten Baumstamm, das mit Stöcken geschlagen wird. Wird v.a. in den Ensembles der à tumba francesa verwendet, auch als à guagua bekannt.

cha cha chá: Salontanz und zugehörige Musik. Charakteristisch sind die drei kurzen, schlurfenden Schritte. V.a. von à charangas gespielt, Anfang der fünfziger Jahre entstanden.

chacona(frz. Chaconne): Europäischer Salontanz des 16. bis 18. Jahrhunderts im ¾‑Takt. Vermutlich im 16. Jahrhundert in Spanien entstanden.

Changó: à orisha der à santería. Gott des Krieges, des Donners, der Musik und der Männlichkeit, entspricht der Heiligen Barbara.

changüí: Genre aus den östlichen, ländlichen Provinzen Kubas. Gilt als Vorläufer des à son. VerschiedeneSpielarten sind der maragú, der manajú oder der aeroplano.

changüisero: Musiker, der den à changüí spielt.

charanga: Ensemble-Format, Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, v.a. mit der weißen Oberschicht verbunden. In der Regel bestehend aus Querflöte (meist aus Holz, mit fünf Löchern), zwei Geigen, Klavier, Kontrabass, Perkussion (à pailas und à güiro) und Gesang.

chekeré: Schüttelidiophon aus einer Kalebasse, bespannt mit einem Netz und Muscheln, bzw. heute auch Kunststoffperlen (v.a. in Tanzmusik-Ensembles).

chuchumbé: Alter afrokubanischer Volkstanz, sehr populär um 1775.

cinquillo: Rhythmisches Ostinato aus fünf Schlägen (von span. cinco (fünf)).

cinquillo cubano: Rhythmische Figur, charakteristisch für den à danzón. Bestehend aus à cinquillo und vier gleich langen Schlägen.

clave: a) Von den à claves gespieltes ostinates Grundmuster verschiedener kubanischer Musikgattungen. Besteht aus dem àtresillo sowie zwei weiteren, gleich langen Schlägen. b) Gelegentlich auch die Bezeichnung für ein städtisches Genre im 6/8‑Takt, das im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert von den à coros de clave gespielt wurde.

claves (palitos): Zwei hölzerne Klangstäbe, die gegeneinander geschlagen werden, um die à clave zu produzieren.

cocoyé: Bezeichnung für Gesänge und Tänze im Osten Kubas, die mit Sklaven aus Haiti nach Kuba kamen.

columbia: Form der à rumba. Solotanz für Männer. Charakteristisch ist der “Zweikampf” zwischen Tänzer und Trommelsolist, der die à quinto spielt.

comparsa: Straßenumzugsgruppen des kubanischen Karnevals in Santiago de Cuba und Havanna.

conga: a) Außerhalb Kubas Bezeichnung für die à tumbadora. b) Musik- und Tanzform der à comparsas.

congo: In Kuba Bezeichnung für Sklaven (bzw. deren Nachkommen) und kulturelle Praktiken (Musik, Tanz u.ä.) von zentralafrikanischer Bantu-Herkunft.

conjunto: Wörtl. Ensemble. Bezeichnung für Gruppen der Populärmusik, die aus der Erweiterung der Septette des à son um mehrere Trompeten, Klavier und tumbadoras entstanden.

contradanza: Salontanz des 19. Jahrhunderts, eigentlich contradanza habanera, oder nur à habanera.

copla: Wörtl. “Liedchen”, “Vers”; a) Allgemeine Bezeichnung für einen gesungenen Text, teilweise auch Synonym für “Lied”. b) Lied im 6/8-Takt aus Spanien mit vier achtsilbigen Versen, auch copla cantada (“gesungene copla”).

coros de clave: Afrokubanische Chor-Ensembles im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, die zur Entstehung des modernen à son beigetragen haben sollen. Die Sänger begleiteten sich häufig selbst auf Instrumenten, z.B. Gitarren, à claves, Harfe oder à botijuela.

coros de guaguancó: Chor-Ensembles mit stärker perkussiv geprägter Begleitung.

criolla: Vokal-Genre der weißen kubanischen Mittelklasse, ähnlich der à canción. In der Regel an Formen europäischer Salonmusik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts angelehnt. Meist in mäßig schnellem 6/8-Takt mit nationalistischen Texten.

criollos: Zunächst Bezeichnung für die in Kuba geborenen Nachkommen spanischer Siedler, später vor allem für Kubaner, die einen weißen und einen schwarzen Elternteil hatten.

cuarteta: Vierzeilige Strophe aus je acht Silben.

cumbia: Kolumbianische Populärmusikform.

cubop: Bezeichnung für die von vor allem von “Dizzy Gillespies Big Band” Ende der vierziger Jahre gespielte Mischung aus kubanischen Rhythmen und Bebop-Harmonik. Zusammengesetzt aus Cuban (“kubanisch”) und Bebop.

danza: a) Puertoricanisches Tanzmusik-Genre. b) In Kuba Mitte des 19. Jahrhunderts Vorläufer des à danzón (Abkürzung von à contradanza).

danzón: Von à charangas gespielte Populärmusikform, v.a. der weißen Oberschicht, um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aus der à contradanza habanera / habanera hervorgegangen.

danzonete: 1929 von Aniceto Díaz entwickelte Mischung aus à danzón und à son.

décima (espinela): Zehn achtsilbige Verse, auch “Zehnzeiler” genannt, die gesprochen oder gesungen werden können. Stammt von der spanischen copla real aus dem 15. Jahrhundert ab. Als Schöpfer gilt der Dichter und Musiker Vicente Espinel. Je nach Thema heißen sie auch décimas a lo divino (religiös) oder a lo humano (weltlich).

descarga: Wörtl. “Elektrische Entladung”. Bezeichnung für die Jamsessions kubanischer Jazzmusiker, die über kubanische Rhythmen improvisierten.

diablito (íreme): Wörtl. “Teufelchen”. Figur der afrokubanischen Geheimgesellschaften der à abakuá. Dargestellt von einem maskierten Tänzer.

diana: In den à rumba-Formen die langsame, vom Solosänger vorgetragene Einleitung. Meist nur von der à clave begleitet.

ekue abakuá: Heilige Trommel der à abakuá-Gesellschaften, die bei Zeremonien meist nur versteckt gespielt wird, so dass die Beteiligten sie nicht sehen, sondern nur hören können. Einfellige Reibetrommel.

Eleguá (Elegguá): à orisha der à santería. Herrscher über die Wege und Kreuz­wege. Entspricht dem Heiligen Antonius von Padua. Jede à lucumí-Zeremonie wird mit seiner Anrufung eröffnet.

espinela: Siehe à décima.

estribillo: Wörtl. Refrain. a) Refrain in Genres wie à guaracha oder à canción. b) die vom Chor im Wechsel mit dem improvisierenden Solisten (Sänger oder Instrumentalist) gesungene Textzeile im zweiten Teil (à montuno) eines à son.

filin (feeling): Langsames, ruhiges Genre, das ältere kubanische Liedformen mit der Harmonik des nordamerikanischen Jazz verbindet.

gagá: Bezeichnung für die Karnevalsumzüge haitianischer Herkunft im Osten Kubas.

gavota: Europäischer Salontanz des 19. Jahrhunderts (Gavotte), in verschiedenen Ländern Lateinamerikas verbreitet.

guaguancó: Gegenwärtig die gebräuchlichste Form der drei bekanntesten Formen der à rumba. Bezeichnet sowohl die Musik als auch den Paartanz, der tänzerisch den Geschlechterkampf darstellt (à vacunao).

guajeo: Melodisches Ostinato in den à montunos des à son.

guajira: a) Kubanische Landbewohnerin (weibl. Form von guajiro). b) Form ländlicher Populärmusik, v.a. der weißen Landbevölkerung (à punto guajiro).

guajira de salón: Stilisierte Form der à guajira, Mitte des 20. Jahrhunderts im städtischen Bereich entstanden. Einer der bekanntesten Interpreten war Guillermo Portabales (“El Carretero”).

guamo (lambí): Bezeichnung für die Seeschnecke “Strombus Giga”, die von den Ureinwohnern Kubas, den Arawak-Indianern, als Trompeteninstrument verwendet wurde. Sie wird heute noch in dieser Funktion bei einigen Festen haitianischer Herkunft im Osten Kubas gespielt.

guaracha: Genre der Populärmusik, entstanden im 19. Jahrhundert, heute große Nähe zum à son. Im Unterschied zu diesem jedoch in der Regel in einer Strophe-Refrain-Form.

guayo: Schrapinstrument aus Metall.

güemilere: Siehe à bembé.

güiro: Schrapinstrument aus einer ausgehöhlten Gurkenkalebasse. Heute auch häufig aus Kunststoff.

habanera: Siehe à contradanza habanera.

Ifá (auch orula, orunla, orumila): à orishader à santería. Besitzer aller magischen Kräfte, kennt die Zukunft der Menschen. Entspricht dem Heiligen Franz von Assisi.

íreme: Sieheàdiablito.

itótele: Name der mittelgroßen der drei sanduhrförmigen, zweifelligen à batá-Trom­meln der à santería.

iyá: Größte der drei sanduhrförmigen, zweifelligen à batá-Trommeln der à santería.

iyalosha: Weibliche Initiierte der àsantería (àorisha-Priesterin).

jubá: Tanzform der tumba francesa-Gesellschaften.

kinfuti: Große einfellige, zylinderförmige Reibetrommel. In der Mitte des Fells ist ein ins Innere der Trommel ragender Stab befestigt, der mit einem angefeuchteten Stofftuch gerieben wird und so tiefe, quietschende Geräusche erzeugt.

lalaleo: Sieheà diana.

llamador: Die mittlere der drei à tumbadoras (congas) im à rumba-Ensemble.

lucumí: In Kuba Bezeichnung für Menschen und kulturelle Praktiken westafrikanischer Herkunft, v.a. yoruba.

makuta: a) Religiöser Tanz derà congo. b) Hölzerne fassförmige Trommel von zentralafrikanischer Herkunft. Gilt als Vorläuferin der à tumbadora (à conga).

mambo: a) Tanzmusik-Genre, das in den späten vierziger und frühen fünfziger Jahren entstand. b) In den modernen Formen der kubanischen Tanzmusik, v.a. der à timba, Bezeichnung für die verschiedenen aufeinander folgenden à montunos.

maní: Afrokubanischer Boxkampftanz.

maracas: Zwei mit Körnern gefüllte kleine Kalebassen, die einen unterschiedlichen Klang haben.

maragú: Siehe à changüi.

marimba: Idiophon afrikanischer Herkunft, bestehend aus verschieden langen Brettchen auf einem Rahmen, an deren Ende ein Resonanzkörper befestigt ist. Die Brettchen werden mit einem Schlegel gespielt. Am häufigsten in Zentralamerika in Gebrauch.

marímbula: Idiophon, dessen auf einem Kasten angebrachte Lamellen gezupft werden.

marugas: Allgemeiner Begriff in Kuba für verschiedene Arten von Gefäßrasseln, z.B. aus Metall oder Korbgeflecht.

mascaradas: Bezeichnung aus dem Karneval für ein populäres Treiben: Während der Weihnachtszeit – die Bevölkerung verband den Karneval mit Festen der Schutzheiligen oder mit Weihnachten – gingen die Menschen maskiert auf die Straße.

masón: a) Oberbegriff für die Tänze der à tumba francesa. b) Rhythmus aus dem Repertoire der à congas der östlichen Provinzen.

merengue: Schnelle Musik- und Tanzform aus der Dominikanischen Republik. Gehört heute vielfach auch zum Repertoire von à salsa-Bands.

minué de corte: Ein auf dem europäischen Salontanz Menuett basierender Tanz.

mocambique: Populärer Tanz/Rhythmus im Kuba der sechziger Jahre, erfunden vom Musiker Pedro Izquierdo.

montuno: Improvisierter Teil des à son, in dem Solosänger oder Soloinstrumentalist ein musikalisches Wechselspiel mit dem chorisch gesungenen à estribillo ausführen.

música bailable: Oberbezeichnung für alle Formen der zur Tanzbegleitung gespielten populären Musik, v.a. à son, à danzón, à mambo, à cha-cha-chá, aber auch für neuere Entwicklungen wie à salsa oder à timba.

música campesina: Ländliche Musik, v.a. der weißen Landbevölkerung Kubas, wie z.B. der à punto guajiro.

música popular: a) Volksmusik b) Populärmusik oder populäre Musik. Diese Doppelbedeutung des Begriffes sorgt häufig für Schwierigkeiten bei Übersetzungen.

ñáñigo: Siehe à abakuá.

nengón: Alte Variante des à son, dem à changüí sehr ähnlich. Vor allem in den ländlichen Gebieten im Osten Kubas zu finden.

nganga: Bezeichnung für die Kultstätten der à congo. Gilt als Wohnstätte der Geister.

nueva canción: Lateinamerikaweite politisch motivierte Protestliedbewegung der sechziger und siebziger Jahre. In Kuba unter der Bezeichnung à nueva trova bekannt.

nueva trova (cubana): Bewegung des Neuen Kubanischen Liedes, offiziell 1972 gegründet, aber schon seit Mitte der sechziger Jahre aktiv. Musikalische Mischung aus à trova und neuen Elementen aus dem Jazz oder Rock.

Oshun (Oshún): à orisha der à santería. Heilige der Flüsse, der Liebe, des Reichtums und der Schönheit. Entspricht der katholischen Jungfrau von El Cobre.

olú-batá: àbatá-Trommel, die von einem Priester gespielt bei den Ritualen der à lucumí benutzt wird.

opera: Oper. In Kuba ist Opernmusik auch in Mischformen wie opera-son oder opera-trova zu finden.

orisha: Sammelbegriff für die Götter des Pantheon der à lucumí bzw. à yoruba. Den wichtigsten Gottheiten sind jeweils eigene, meist von den drei à batá-Trommeln gespielte Rhythmusmuster zugeordnet.

orquesta: Ensemble-Format. Bezeichnet sowohl ein klassisches Sinfonieorchester (orquesta sinfónica) wie auch die großen Ensembles der populären Musik.

oru (de igbodú): Im Ritual der à regla de ocha-ifá gebräuchlicher, instrumentaler Anfangsgruß der à batá-Trommeln an jeden à orisha.

pa’cá: Populärer Tanz/Rhythmus im Kuba der sechziger Jahre.

pachanga: Kubanischer Modetanz, der 1959 von dem Musiker Eduardo Davidson durch die Kombination von à guaracha und dominikanischem Merengue geschaffen wurde.

paila (criolla): Perkussionsinstrument, ähnlich den à timbales (criollos).

paleros: Oberbegriff für die Musiker der à congo bzw. Bantu.

palitos: Siehe à claves.

parranda: a) Bezeichnung für eine Gruppe von Musikern, die nachts singend und musizierend durch die Straßen zieht. b) Spanischer Volkstanz, der auch in Lateinamerika populär wurde.

passepied: Altfranzösischer Rundtanz im 3/4- oder 3/8-Takt.

pilón: a) Die dritte Trommel der à congas in Santiago de Cuba. Sie führt die Rhythmusgruppe an. b) Kubanischer Modetanz aus den sechziger Jahren, erfunden von Pacho Alonso (“Pello el Afrokán”) und Enrique Bonné.

polo: Andalusischer Gesang und Tanz im 3/8-Takt aus dem 18. Jahrhundert, ur­sprünglich ein Klagegesang.

pregón: Liedform, hervorgegangen aus den gesungenen Anpreisungen der Straßenhändler.

premier: Bezeichnung der Trommeln, die die rhythmusgebende Rolle in der Gruppe einnehmen (z.B. in den Ensembles der à tumba francesa).

punto guajiro(auch punto cubano): Musikalisches Genre mit Gesang aus dem länd­lichen Westen und dem Zentrum Kubas, meist gespielt mit à tres, Laute und kleiner Perkussion. Unterarten: punto fijo, libre und cruzado.

Quadrille: In der Karibik verbreiteter Volkstanz auf Basis des gleichnamigen französischen Salontanzes.

quinto: Kleinste der drei Trommeln eines à rumba-Ensembles, die frei über die festen Muster der beiden anderen Trommeln improvisiert.

redondilla:Vierzeilige Strophe mit Doppelreim.

regla de ocha-ifá: Bezeichnung für das Kultsystem der à lucumí bzw. à yoruba (à santería).

regla de Palo Monte: Bezeichnung für die Kulte der à congo bzw. Bantu.

repicador: a) Bezeichnung für die kleinste der drei à tumbadoras in einem à rumba-Ensemble (à quinto). b) Kleinster à cajón in einem à yambú-Ensemble. c) Der Spieler dieses Instruments.

rigodón: In der Provence entstandene Variante der à contradanza, die mit den Spaniern nach Lateinamerika gelangte.

rock nacional: Bezeichnung für die Rockmusik kubanischer Gruppen.

rondeña: Spanischer Tanz aus der Gegend von Ronda.

rumba: In den vor allem von Schwarzen bewohnten Vierteln der Hafenstädte Havanna und Matanzas entstandene afrokubanische Musik- und Tanzform. Heute sind v.a. noch drei Arten in Gebrauch: à columbia, à guaguancó und à yambú.

salidor: Die größte und tiefste in einem Ensemble von drei Trommeln (z.B. in einem aus drei à tumbadoras bestehenden à rumba-Ensemble). Auch der tiefste à cajón imà yambú.

salsa: Im New York der sechziger Jahre entstandene Tanz- und Vokalmusik. Mischung aus dem kubanischen à son mit anderen karibischen Musikstilen, Funk und Jazz. Die salsa ist in weiten Teilen Lateinamerikas populär.

salsero: Sänger, Spieler, Tänzer der à salsa.

santería: Christianisierte Bezeichnung für die à regla de ocha-ifá.

santero: a) Bezeichnung für einen Priester der à santería. Siehe auch à babalao. b) Auch allgemeine Bezeichnung für einen Anhänger der santería.

seguidilla: a) Aus Spanien stammendes poetisches Lied mit sieben Versen. b) Alt­spani­scher Volkstanz, dessen lateinamerikanische Variante die Basis u.a. für den à punto cubano bildet.

shake con chá: Populärer Tanz/Rhythmus im Kuba der sechziger Jahre.

shekeré: Siehe à chekeré.

sociedades de tumba francesa: àtumba francesa-Gesellschaften”. Vereinigungen von Sklaven, die nach der Revolution in Haiti mit französisch-stämmigen Besitzern in den Osten Kubas kamen.

son: Populärer kubanischer Musikstil, zunächst ländlicher, heute meist städtischer Herkunft. Entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Osten Kubas, kam er Anfang des 20. Jahrhunderts nach Havanna und entwickelte sich dort zur Nationalmusik. Charakteristisch ist die meist zweiteilige Form, aus einem à canto genannten Strophenteil und dem überwiegend improvisierten à montuno mit dem àestribi­llo des Chores. Fällt der canto weg, wird in der Regel die Bezeichnung son montuno verwendet. Außerdem gibt es viele Mischformen mit anderen Genres wie son-chá, opera-son oder afro-son.

sonero: Sänger, Spieler, Tänzer des à son.

songo: In den sechziger Jahren entstandene, populäre Tanzmusik. Mischform aus à son mit modernen Elementen aus Funk, Jazz, Reggae und Rock. Erfunden von Juan Formell und der Gruppe “Los Van Van”.

sucu-sucu: Von der Isla de la Juventud stammende, regionale Variante des à son. Diesem sehr ähnlich.

Synkope: Verschiebung eines Akzents von einem schweren, eigentlich betonten Takt­teil auf den vorhergehenden (oder folgenden) eigentlich unbetonten, leichten.

tahona: a) Name einer kubanischen Trommelvariante. b) Variante der à rumba. c) Alte Bezeichnung für ein Fest der afrokubanischen Bevölkerung im Osten Kubas, ähnlich der à tumba francesa.

tambor: a) Wörtl. “Trommel”. b) Oberbegriff für unterschiedliche Zweifelltrommeln. c) Bezeichnung für eine rituelle Zeremonie eines afrokubanischen Kultes, bei der die heiligen Trommeln gespielt werden.

tambora: Mit Schlegeln gespielte, europäischen Militärtrommeln nachempfundene Trommel, die bei der à tumba francesa benutzt wird.

tambourine:Einfelltrommel mit baskischem und haitianischem Ursprung.

tango congo: Liedform, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Kuba aus kreolischen und afrokubanischen Elementen entstanden ist. Hat nichts mit dem argentinischen Tango zu tun.

tanguillo: a) Gesang aus dem Karneval von Cádiz. b) Gattung des andalusischen Flamenco. c) Eines der Grundmuster der afrokubanischen Musikformen. Heute wenig gebräuchlich.

teatro bufo: Kubanische Form des spanischen Volksmusiktheaters (teatro tonadillesco).

teatro vernáculo: Wörtl. “einheimisches Theater”. Siehe à teatro bufo.

timba: Bezeichnung für die Musik der großen Orchester der zeitgenössischen kubanischen à música bailable. Bezeichnet in Kuba meist das, was von Ausländern in der Regel als à salsa bezeichnet wird.

timbales (criollos): Wörtl. “kreolische Pauken”. Ein Paar einfelliger, zylindrischer Trommeln auf einem Ständer. Sie werden meist mit Schlegeln, seltener mit bloßer Hand gespielt.

tiple: Kleine Diskantgitarre mit fünf Saiten.

tirana: Populäres spanisches Tanzlied im 6/8-Takt aus dem 18. Jahrhundert.

tonada: Melodie des Gesangs im à punto guajiro. Es gibt viele Arten, zum Beispiel tonadas a lo divino (religiöse Themen), tonadas a lo humano (weltliche Themen), tonadas de punto libre oder tonadas de parranda.

tonadilla: Kurzes, fast immer instrumentales, musikalisches Zwischenspiel im szenischen Theater Spaniens, später auch Lateinamerikas.

toque: Wörtl. “Schlag”. a) Bezeichnung für den Schlag auf die Trommel oder auch für rituelles Trommeln. b) Bezeichnung für die festgelegten Kombinationen mehrerer Trommelmuster, die z.B. in der à santería den verschiedenen Heiligen zugeordnet sind.

tres: Kubanisches, gitarrenähnliches Instrument mit drei Doppelsaiten.

tres-golpes(tres-dosoder tres-más-dos): Bezeichnung für die mittlere Trommel, die in der à rumba zusammen mit dem à salidor den Grundrhythmus spielt, über den der Spieler der à quinto improvisiert.

tresillo: Rhythmisches Grundmuster der afrokubanischen Musik mit drei Akzenten.

triyang: Haitianische Bezeichnung für den Metallteil einer Hacke.

trova: Bezeichnung für eine seit dem 19. Jahrhundert bekannt gewordene Bewegung von Liedermachern (à trovadores), die ihre meist mit der Gitarre begleiteten Lieder häufig aus dem Stegreif vortragen. Heute auch allgemein Bezeichnung für alle von trovadores gesungenen Liedern.

trovador: Sänger undSpieler der à trova.

tumba francesa: Weltliches Fest der in den Osten Kubas eingewanderten Sklaven aus Santo Domingo und Haiti mit kreolischen Gesängen und eigenen Perkussionsinstrumenten.

tumbadora: Große, fassförmige, einfellige Trommel. Außerhalb Kubas als à conga bekannt.

tumbao: Bezeichnung für die Pattern Klavier und Bass in der kubanischen Populärmusik wie auch der à salsa.

vaccine: a) Afrohaitianische Trompete aus Bambusrohr, die auch b) einem Tanz den Namen gab.

vacunao (abrochao): Charakteristische Körperbewegung im à guaguancó, bei der der Mann versucht, mit seinem Becken das der Frau zu berühren, um so seinen sexuellen Anspruch zu zeigen.

vodú (voodoo): Komplex religiös motivierter Kulthandlungen der Afroamerikaner auf Haiti und anderen Inseln der Karibik.

wa-wa: Populärer Tanz/Rhythmus im Kuba der sechziger Jahre.

yambú: Ältere Art der à rumba.

Yemayá: à orisha der à santería. Heilige der universellen Mutterschaft und des Meeres. Entspricht der Heiligen Jungfrau von Regla (schwarze Marienfigur).

yoruba: In Kuba Bezeichnung für Sklaven (bzw. deren Nachkommen) und kulturelle Praktiken (Musik, Tanz u.ä.) von westafrikanischer (u.a. auch Yoruba-) Herkunft.

yuka (yuca): a) Religiöser Paartanz der à congo. b) Verschiedene Trommeln – caja, mula, cachimbo –, die auf den weltlichen Festen der à congo benutzt werden.

zapateado: Alter spanischer Volkstanz im 6/8-Takt aus dem 16. Jahrhundert.

zapateo: Tanz aus den ländlichen Regionen im Westen Kubas, der vom à zapateado abstammt.

zarabanda (sarabanda): Alter spanischer Salontanz aus dem 16. Jahrhundert.

zarzuela: Dramatisches, meist in Musiktheatern aufgeführtes Stück mit Gesang, Musik und Tanz. Geht auf den spanischen Dichter Calderón de la Barca zurück. In Lateinamerika hatten viele Musikstücke aus diesem Genre Einfluss auf die Entwicklung der Populärmusik.

 

 


 

 
     

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